Behälter für radioaktive Stoffe

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Weitere Behälter

Fallversuche führte die BAM im Jahr 1999 mit dem Transportbehälter Typ RA-3D des Brennelemente-Herstellers ENUSA Industrias Avanzadas S.A. in Spanien durch.

Der RA-3D wurde seiner Prüfung nicht auf dem BAM-Versuchsgelände, sondern im spanischen Salamanca auf dem Betriebsgelände des Herstellers ENUSA unterzogen. Der Grund: Die in den Prüfling geladenen Brennstab-Bündel waren mit Uranoxid-Pellets aus Natur-Uran gefüllt. Die erforderliche Genehmigung wurde in Spanien schneller erteilt als dies in Deutschland möglich gewesen wäre. Drei unserer Mitarbeiter reisten mit eigenen Messgeräten nach Spanien, um dort die üblichen Fallversuche aus 1,2 und 9 Metern Höhe sowie aus einem Meter Höhe auf einen Stahldorn durchzuführen.

Im Jahr 2000 wurden Schutzbehälter für unbestrahlte MOX-Brennelemente des Herstellers Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS), Hanau, getestet.

Die MOX-Schutzbehälter wurden als Modelle im Maßstab 1:2 geprüft. Die Originale wurden für den Transport unbestrahlter MOX (Uran-Mischoxid)-Brennelemente für Siedewasser- und Druckwasser-Reaktoren entwickelt.

Die Außenhülle der Schutzbehälter besteht aus 8 Millimeter dickem Stahlblech (im Modell 4 Millimeter), darunter liegt eine 30 Millimeter starke Auskleidung aus Fichtenholz (Modell: 15 Millimeter). 20 und 35 Zentimeter tiefer (Modell: 10 Zentimeter) liegt das Stahlblech des Innenbehälters.

Der Zwischenraum dient als „Knautschzone“, um bei Unfällen Stöße abzufangen. Beim Dornversuch wurde beispielsweise das Außenblech aufgerissen, das Holz splitterte, wurde aber nicht durchschlagen. Eine 54 Millimeter hohe Beule entstand, die den Innenbehälter aber nicht berührte. Die Brennelemente blieben unversehrt.

 

Letzte Aktualisierung: 2005-01-17