Für die Beförderung gefährlicher Güter werden Umschließungen verwendet, die besonders sicher sein müssen.
Da der Transport weltweit erfolgt, wurden internationale Regelwerke geschaffen, welche diese Sicherheitsanforderungen festlegen. So wird u.a. beschrieben:
Die Einteilung der Umschließungen erfolgt im Wesentlichen nach Art und Menge des Gefahrgutes, welches darin transportiert werden soll.
Dass besondere Anforderungen an die Umschließungen gestellt werden müssen, ist leicht ersichtlich bei den Behältern für radioaktive Stoffe. Dies gilt besonders für Behälter für abgebrannte Brennelemente ("Castor") aber auch für kleine Mengen radioaktiver Stoffe mit hoher Strahlungsaktivität ("special Form").
Gefahrgutverpackungen machen die mengenmäßig größte Stückzahl der Umschließungen aus. Hierzu gehören die
Ortsbewegliche Druckgeräte bzw. Druckgefäße (Flaschen, Großflaschen, Druckfässer und Flaschenbündel), Ausrüstungsteile sowie Treibgasspeichersysteme bilden die nächste Gruppe der Umschließungen mit ihren speziellen Sicherheitsanforderungen für Gase.
Zu guter Letzt werden Gefahrgüter in Tanks, Tankcontainern, Mischladeeinheiten (MEMU) oder BK-Schüttgut-Containern transportiert.
Allen Umschließungen ist gemein, dass die Wandungswerkstoffe und Verschlüsse verträglich mit dem Gefahrgut sein müssen.
Die Werkstoffverträglichkeit muss geprüft bzw. bewertet werden u.a. hinsichtlich
Als Nachschlagewerk bei der stoffbezogenen Bewertung von sonstigen Gefahrgutumschließungen findet daher die BAM-Liste Anwendung.
Sie ist schon seit Jahren Grundlage für die stoffbezogenen Baumusterzulassungen für Tankcontainer und ortsbewegliche Tanks zur Beförderung gefährlicher Güter. Sie wird darüber hinaus für Kesselwagen und Tankfahrzeuge als Informationssystem verwendet.
Der weltweite Transport findet auf den Verkehrsträgern Straße, Schiene, Binnen- und Seegewässern und im Luftverkehr statt. Jeder Transportmodus hat seine eigenen, typischen Belastungsszenarien wie z.B. Vibration (LKW, Zug) oder die Auf-und-Ab-Bewegung der Seeschiffe.
Wichtig bei allen Transportvorgängen ist daher eine fachgerechte Ladungssicherung, damit die Ladung z.B. nicht verrutscht oder gegeneinander scheuert und somit die Verpackung zerstört.
Die Anwendung nationaler und internationaler Regelwerke und Leitfäden zur Ladungssicherung soll mögliche Unfälle durch mangelhafte Ladungssicherung verringern.
Für alle am Transport beteiligten ist auch die Anbringung der richtigen Bezettelung wichtig. So ist dann von außen ersichtlich, welche Unfallgefahren in der Umschließung "lauern" können.
Rechts sehen Sie eine vorschriftsmäßig bezettelte und gekennzeichnete Verpackung:
Der Kontakt zu Herstellern und Verwendern von Gefahrgutumschließungen ist der BAM wichtig, um z.B. Änderungen des Regelwerkes zu kommunizieren oder über Schwierigkeiten bei der Umsetzung in die Praxis dikutieren zu können.
Diese Gruppen dienen der Verständigung von Betrieben, Behörden und Organisationen zum Themenbereich
Weitere Gruppen finden sie unter Netzwerke im Menü Service.
Verpackungs-Recherche
Deutsche Zulassungen von Gefahrgutverpackungen
Datenbank GEFAHRGUT
Transportplanung inkl. Beförderungspapiere